Die Youngsters des Bergbund Hausham in Arco
Und schon wieder kam es anders als geplant. Eigentlich wollten wir in die Fränkische fahren. Aber nach dem Dauerregen und den niedrigen Temperaturen kam das nicht mehr in Frage. Wir (Eric, Hubert und ich) waren uns einig: eine Fahrt in den sonnigen Süden würde die Stimmung gewaltig heben. Also auf nach Arco!
Um dem Stau zu entgehen wurde die Abfahrt von Freitag nachmittag auf Samstag 7:00 nach hinten verschoben (denn wer sich Freitag nachmittag bei Ferienbeginn von 3 Bundesländern auf die Brenner Autobahn wagt ist selber schuld).
Also trafen wir uns fast pünktlich am Samstag morgen am Auracher Kletterstadl um Passagiere und Gepäck zu verteilen: 7 Personen stiegen in Eric's Touran ein und 9 in den vom Bergbund Hausham gemieteten Bus (riesengrosses Dankeschön an den Bergbund). In den Bus wurde außerdem noch alles Gepäck reingestopft.
Da wir vor dem Stau unterwegs waren, verlief die Fahrt fast ohne Stockungen. Und so trafen wir um ca 11:00 in Ronzo ein. Dort machten wir auf der Treppe vor der Kirche, gegenüber vom Supermarkt, erstmal Pause und deckten uns mit Futter ein.
Nach weiteren 5 Minuten Fahrt zum Klettergebiet, sammelten wir unsere Kletterutensilien zusammen und machten uns auf zum Felsen. Ein kleiner Traum wurde war: es war warm, es hat nicht geregnet, wir waren an einem Felsen mit einer 6a neben der anderen! Sogleich legten alle los!
Aber ganz so einfach wars dann doch nicht: die Routen in Ronzo sind technisch sehr anspruchsvoll, und eine 6a oder 6a+ (ca 6 bzw 6+) ist hier ganz sicher nicht von der Abwertung bedroht. Deshalb haben zu Anfang alle gekämpft, aber so nach und nach hatten wir uns an den Felsen gewöhnt und dann lief es schon besser.
Am späten Nachmittag brachen wir Richtung Arco auf. Wir wählten dazu eine Route die steile Flanke des Monte Stivo hinunter, mit tollen Ausblicken auf Arco, aber auch einer schier nicht endenden Anzahl von Serpentinen.
In Arco angekommen bezogen wir gleich im Camping "Arco" Quartier und bauten unsere Zelte auf.
Es folgten noch einige feucht fröhliche Actionszenen beim Crog-Surfen.
Im Innenhof vom Marchetti haben wir anschließend bei angenehmen Temperaturen unsere Pizza verpeist. Als Nachtisch folgte noch ein Eis in den Gassen von Arco. Außer Pema, die wurde von Ohrenweh geplagt, haben glaube ich alle diesen Abend sehr genossen.
Am nächsten Morgen frühstückten wir im Cafe Centrale in Arco und machten uns dann auf den Weg nach Coltura. Dazu fuhren wir das Sarce Tal hinauf, bogen in Sarce nach links in Richtung Madonna di Campiglio ab und kurvten das Tal noch ein wenig hinauf. Im Gegensatz zum gestrigen Klettergebiet gibt es hier keinen Zustieg (wenn man es drauf anlegt, kann man vom Auto aus sichern), die Routen sind ein gutes Stück länger, technisch nicht so anspruchsvoll, aber dafür wird mehr Fingerkraft verlangt. Es dauerte nicht lange und etliche Seile hingen in den 5c's, 6a's und 6b's. Am Nachmittag mobilisierte ein selbst kreiertes Boulderproblem die Meute nochmal, aber dann war die Luft raus.
Um unseren laut knurrenden Magen zu beruhigen, suchten wir uns vor der Heimfahrt noch eine Pizzeria. Die Rückfahrt verlief zwar schneller als die Hinfahrt, aber es war doch schon 22:00 bis wir endlich am Stadl waren. Beim Gepäckumladen im Dunkeln ging's zwar ein bißchen durcheinander, aber schließlich war alles gefunden und jeder wußte wie er nach Hause kommt.
Als wir (Hubert und ich) endlich zu Hause waren und unser Kurzer im Bett war, waren wir auch ganz schön erledigt. Aber wir waren uns einig: das war nicht das letzte Mal, daß wir so unterwegs waren! Vielleicht könnte man ja auch sogar mal 'ne ganze Woche ....?
Ein paar Bilder haben wir natürlich auch gemacht, und die könnt ihr hier angucken!
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