Die Youngsters des Bergbund Hausham in Arco
1. - 3. Mai 2015
Auch dieses Jahr machten wir uns wieder auf den Weg nach Arco. Nachdem letztes Jahr die Nachfrage nach einem längeren Aufenthalt kam und der 1. Mai auf einen Freitag fiel, waren also für dieses Jahr 3 statt nur 2 Tage geplant. Abfahrt war am Freitag in der Früh um 7:00 am Bahnhof Hausham. Dieses Mal waren wir auch auf Anhieb mit genügend Warnwesten ausgestattet und hatten kein Hauszelt zu verstauen. Als Fuhrpark dienten unser Auto mit 6 Sitzplätzen und ein vom Autohaus Pusl geliehener Bus mit 9 Sitzplätzen.
Die Fahrt verlief ohne Besonderheiten und wir trudelten gegen 11:30 am Campingplatz ein. Es folgte das übliche Chaos beim Aufbau unserer kleinen Zeltstadt. Simon und Felix mit ihren Wurfzelten waren natürlich am schnellsten fertig.
Gegen 13:00 machten wir uns auf ins Klettergebiet Lomaso direkt hinter Arco. Dort gibt es eine ganz Menge 5b's, 5c's und auch ein paar 6a's. Das Wetter war zwar nicht sooo toll, aber der Fels war trocken und die Finger sind nicht am Fels festgefroren. Gegen 17:00 waren die Helden müde und wir machten uns auf den Heimweg. Das Glück blieb uns hold und wir fanden Platz, wenn auch in 2 Gruppen aufgeteilt und mit Zeitlimit, in der Pizzeria unserer Wahl: im Ai Fiume. Die Pizza war wie gewohnt sehr gut. Und deshalb reservierten wir gleich für den nächsten Tag für 19:00 einen Tisch, groß genug für uns alle zusammen. Die zügige Speisung hatte den Vorteil, dass wir anschließend genügend Zeit für einen Bummel, selbstverständlich mit Eis, in Arco hatten. Nachdem die Geschäfte dann alle schon zu hatten - also nix Shoppen :-(  -, verkrümelte sich die jüngere Generation auf den Campingplatz und vertrieb sich die Zeit mit Glücksspiel, während die älteren Semester sich derweil an ihrem Getränk im Trentino festhielten und in Erinnerungen schwelgten.
Der nächste Tag brachte erst mal Wolken, aber die Sonne ließ ihnen keine Chance, sie brannte sich durch. Das Frühstück nahmen wir wie üblich auf der Piazza in Arco ein. Aufgrund unserer guten Erfahrung von letztem Jahr, beschlossen wir dem Belvedere nochmals einen Besuch abzustatten. Diesmal aber mit dem kurzen Aufstieg (wobei … ich nehme lieber den längeren Aufstieg in Kauf, muss dafür aber nicht die 100m an der Straße entlang). Tja, die Idee mit der schönen Aussicht hatten auch schon andere, es waren schon ein paar da ... um nicht zu sagen es war bumm voll. Aber egal - jetzt wieder runter, was anderes raus suchen, hinfahren wieder hin latschen … nein Danke. Also Klettersachen raus irgendwo eine freie Route suchen und dann nix wie ran an den Felsen. Regina verschwand mit den jüngeren um die Ecke zum Einsteiger Sektor, unsere Vorsteiger suchten sich Routen an der Hauptwand raus und Hubert verschwand mit den Großen in den oberen Sektor. Und dann wurde alles „abgegrast“ was frei wurde. Irgendwann setzte sich ein Teil zum Brotzeit machen ab. Der kletter-hungrige Teil, schob sich nur schnell eine Scheibe Brot hinter die Kiemen und machte sich auch auf zum oberen Sektor. Dort wurden die Topropes in den 5cs, 6as und 6bs von einem zum anderen durchgereicht. Gegen 16:00 versammelten sich dann alle im oberen Sektor und die letzten Bestellungen für die Routen wurden entgegengenommen. Um 17:00 war dann Schluss, denn wir wollten ja geschniegelt und gebügelt um 19:00 unseren Tisch im Ai Fiume besetzten. Das haben wir dann auch pünktlich geschafft und landeten alle gemeinsam an einem Tisch. Nach vorzüglichem Essen brachen die echten Youngsters nach Arco-City auf um sich ein Eis zu gönnen. Die 5 älteren hielten bei einem weiteren Gläschen Wein noch ein Weilchen aus, folgten dann aber den Jüngeren, auch auf ein Eis. Was für ein gelungener Tag!
Der folgende Morgen war grau in grau. Na, Gott sei Dank regnete es nicht, denn wir mussten ja unsere Zeltstadt einreißen. Dass hat bei Simons Zelt etwas länger gedauert … und erst nachdem mehrere Leute die Abbau-Anleitung intensiv studiert haben ist es uns gelungen, das Zelt wieder in seine Tüte zu stopfen. Man kann halt nicht alles haben entweder schnell aufbauen oder schnell abbauen. Nächste Station Frühstück im Trentino. Überlegen wohin … schließlich einigten wir uns auf Coltura. Das liegt in etwa auf dem Weg, schöne lange Routen, wenn auch nicht ganz leicht, und KEIN Zustieg. Gesagt - gefahren. Dort angekommen regnete es. Oh je. Aber nun waren wir schon da, also Klettersachen raus und ran an den Fels. Und siehe da: es regnete optimal, der Felsen war trocken. Trotz des schlechten Wetters wurden viele Klettermeter gemacht, im Vor- und Nachstieg. Wieder um 16:00 packten wir zusammen und düsten auf die Autobahn, ohne Brotzeit, aber mit dem Versprechen, beim Mäcci an der Mautstelle Schönberg raus zufahren. Der Ausruf: „Jetzt haben wir die Ausfahrt verpasst!“ löste entsetzte Stille bei uns im Bus aus: „Nein, echt?“. „Ha ha, reingefallen.“. Von wegen Schnellrestaurant … bis endlich alle was zu Essen und einen Sitzplatz hatten, waren die ersten schon wieder fertig mit Essen und liebäugelten mit einer 2. Portion. Das haben die Fahrer aber sofort abgeblockt, das hätte noch Stunden gedauert. Also wieder rauf auf die Autobahn, weiter nach Hause. Gegen 20:00 trudelten wir in Hausham am Bahnhof ein, erwartet von einer (dank Handy informierten) Elternschar.

Welch ein schönes abwechslungsreiches Wochenende! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Regina, Katrin und Hubert
Ein paar Bilder haben wir natürlich auch gemacht, und die könnt ihr hier angucken!
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