Neues Kreuz am Bayrischen Schinder

8. Juli 2017

Das Wetter lud nicht gerade zu einer Bergtour ein. Wolkenverhangen waren die steilen Hänge zu beiden Seiten der Rottach, als sich am Samstag, den 8.Juli um 8.00 Uhr früh eine muntere Schar Bergbundler bei der Mautstation an der Valeppstraße in Enterrottach traf. Keine gewöhnliche Tour stand auf dem Programm; nein, der Bergbund hatte zu einem besonderen Ereignis, zur Aufstellung des neuen Bergkreuzes auf dem Bayrischen Schinder, anlässlich seines 70-jährigen Bestehens gerufen.
Die Segnung des schlichten Kreuzes aus Lerchenholz, das in der Werkstatt unseres Mitglied Klaus Pötzinger enstanden war, erfolgte in der Nähe der Schlagalm. Dem Gottesdienst wohnten etwa 50 Personen bei und auch eine in der Nähe grasende Kuhherde wurde durch die einfühlsamen Bläserweisen angelockt.
Anschließend wurden die Teile des Kreuzes zum Transport vorbereitet, das zum Aufstellen notwendige Werkzeug samt Brotzeit in Rucksäcke verpackt und ein Tross aus Jung und Alt setzte sich in Marsch. Erst durch flaches Waldgelände, dann durchs steile, unwegsame Kar, schließlich über den seilversicherten Steig gings hinauf in die Scharte und weiter zum Gipfel des Bayrischen Schinders. Die Sonne brannte mittlerweile vom Himmel und die Aktion wurde teilweise zu einer echten Schinderei. Doch alle waren mit Enthusiasmus dabei, jeder wollte tragen helfen, gleichsam seinen „Kreuzweg“ gehen.
In weniger als drei Stunden war der Gipfel erreicht. Dort hatten unser Wegewart Hubert Stadler und Klaus Pötzinger, unterstützt durch unseren zweiten Vorsitzenden Stefan Schnuck in zwei schweißtreibenden Arbeiteinsätzen ein stabiles Fundament vorbereitet. Bald war das Kreuz zusammengebaut und aufgestellt. Diakon Marx sprach noch ein paar Segensworte und als „Großer Gott wir loben dich“ auf der Trompete, gespielt von Wolfgang Klaus, erklang und über die benachbarten Gipfel hallte, waren alle sichtlich bewegt.
Anschließend wurde mit Bier und Sekt auf das neue Kreuz angestoßen und die ersten Gipfelfotos mit ihm geschossen.
Froh, dass alles so reibungslos geklappt hat, wurde der Rückweg angetreten. Obwohl mittlerweile ringsum dunkle Gewitterwolken standen und es gehörig donnerte, gings wie von Petrus angeordnet trockenen Fußes ins Tal. Die Brotzeit bei der Schlagalm hatten sich alle Beteiligten redlich verdient. Es war ein ereignisreicher Tag, der Jung und Alt verbunden hat und noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Oder wie Regina, unsere Jugenwartin sagte: „Des war a saubers event“.

R.Grötzner
Ein paar Bilder haben wir natürlich auch gemacht, und die könnt ihr hier angucken!
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