Deutscher Alpenverein - Sektion Bergbund Hausham e.V.
Tödi und Co. - Skihochtouren in den Glarner Alpen, 28.3-2.4.2005
Die jährliche Skihochtourenwoche nach Ostern führte uns diesmal in die Glarner Alpen (Schweiz). Dabei konnten wir nicht nur dem 'höchsten Glarner', dem Tödi (3614 m) und dem benachbarten Clariden (3267 m) einen Besuch abstatten, sondern es sprangen mit dem Ortstock (2716 m) und dem Kleinen Kärpf (2700 m) gar noch zwei weitere rassige Skitouren raus.   
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Beginn des Aufstiegs von Tierfehd zur Fridolinshütte: Der Tunnel vor der Pantenbrücke ist von Schneemassen verschüttet - wir müssen außen rum kraxeln. Die Schlucht liegt hinter uns, das Tal weitet sich zu einem Almboden. Kurz vor der Hütte wird der Blick auf die morgige Etappe frei: Durch den Gletscherbruch werden wir durch müssen.
Vor dem Abendessen noch eine Yoga-Einlage... ... und die letzten Sonnenstrahlen am Bifertenstock gegenüber. Die Hütte liegt bereits im Schatten. Am nächsten Morgen früher Aufbruch.
Julia im Eisbruch. Zwischendurch wird's auch öfter mal richtig steil ...... ... und ein kurzes Stück müssen wir sogar abschnallen.
Nach dem Eisbruch geht's wieder gemäßigt weiter ... ... und bald sind wir am Gipfel. Auf dem Dach der Glarner Alpen, 3614 m hoch, die Sicht aber leider gleich null, ... ... was das Abfahren 'interessant' macht. Der Bruchharsch im oberen Drittel tut ein übriges, dafür gibt's zur Belohnung weiter unten dann aber schönen Pulver.
Und zurück an der Hütte wird gefeiert. Die nette Hüttenwirtin verwöhnt uns mit einem gehaltvollen Käsefondue. Am nächsten Morgen - 15cm Neuschnee ... ... und alles grau in grau. Wir machen uns trotzdem auf zur Planurahütte, die wir dank Schweizer Landeskarte, Kompaß, Höhenmesser und Hans' Indianerinstinkt trotz dichtem Nebel tatsächlich finden.
Am nächsten Morgen brechen wir bei wolkenlosem Himmel mit dem ersten Tageslicht zum Clariden auf. Der Mond steht über der Hütte ... ... und groß und abweisend zeigt sich der Tödi. Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Clariden erglühen ...
... und bald erreicht auch uns die Sonne. Der Weiterweg - ein Traum ... Bald der Gipfel - ganz für uns allein.
Der Gipfelhang eine Symphonie in stäubendem Pulver ... ... und nach über 2000 Höhenmetern Abfahrt erreichen wir gegen Mittag wieder Tierfehd. Die letzten Meter über eine Forststrasse. Unser nächstes Ziel, der Ortstock, im ersten Sonnenlicht. Da das Ortstockhaus geschlossen hat, müssen wir 400m tiefer in Braunwald starten.
Der Aufstieg: Anfangs gemütlich, ... ... dann steil, ... ... auf jeden Fall aber einsam. Außer uns ist niemand unterwegs. Und alles unverspurt.
Blick vom Gipfel rüber zu Tödi und Gemsfairenstock. Die Abfahrt zurück nach Braunwald ist lang und anspruchsvoll. Für den Kleinen Kärpf am letzten Tag sind wir nur noch zu viert. Wir gehen es gemütlich an und nehmen erst mal die Betriebsgondelbahn der Elektrizitätsgesellschaft. 600m Aufstiegsmühen gespart... So geht's erst über einen gemächlichen Almboden, ....
... dann gemütlich weiter über einfaches Gelände, .... ... bis schließlich eine steile, knochenhart gefrorene Querung äußerste Konzentration verlangt. Ein Ausrutscher würde erst 100m tiefer im Blockgestein enden. Die Abfahrt dann ist wieder mal ein Traum...
Zufriedene Bergbundler, ... ... ein letzter Blick zum Tödi ... ... und am Auto noch ein Abschiedsfoto.
 


Fotos: Michael Altmann


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